Internationaler Tag der älteren Menschen

Ein ganz normaler Tag in der WarnowPflege
 

Bützow - Am 01. Oktober feiern wir den Internationalen Tag der älteren Menschen. Dafür haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen und haben unsere Bewohner einen ganzen Tag lang begleitet. Wir geben Euch einen kleinen Einblick in ihren Alltag und verraten Euch, was unsere Bewohner jeden Tag in der WarnowPflege erwartet.

Wir sind auf der Hausgemeinschaft Carolina. Insgesamt gibt es vier Hausgemeinschaften, auf denen die Bewohner zusammen leben. Es ist 08:00 Uhr und alle Bewohner versammeln sich auf ihren jeweiligen Gemeinschaftszimmern, mit Küche, großem Esstisch und einer gemütlichen Wohnzimmerecke, die zu Fernsehabenden einlädt. Im Hintergrund läuft das Radio und es ist Frühstückszeit. Einige Bewohner haben sich für eine etwas längere Schlafenszeit entschieden, doch die anderen sieben sitzen zusammen am Tisch und genießen ihr individuelles Frühstück. Brot mit Käse, Salami oder Marmelade, Obst und natürlich Kaffee dürfen nicht fehlen. Manche Bewohner sind noch etwas schläfrig, doch andere sind bereits zu kleinen Unterhaltungen aufgelegt, natürlich zusammen mit den Pflegekräften Sandra und Saskia, die heute auf der Hausgemeinschaft Carolina arbeiten.

Es ist 08:45 Uhr. Einige Bewohner sind mit dem Frühstück fertig und verbringen nun etwas Zeit auf ihren Zimmern. Diese sind mit eigenen Badezimmern und persönlichen Möbeln ausgestattet. Andere Bewohner lassen sich beim Frühstück mehr Zeit und trinken genüsslich ihren Kaffee aus. Auf zwei wartet ein besonderes Morgenritual. Christel Reipa und Josef Vritschan helfen jeden Morgen bei der Zubereitung für das Mittagessen. Während Pflegekraft Sandra die Zwiebeln für das heutige Gericht  schneidet, übernehmen die beiden das Schälen der Kartoffeln. Hierfür hat jeder natürlich sein eigenes Messer, das nie fehlen darf.  Auch einige andere Bewohner kommen mittlerweile aus ihren Zimmern und halten einen kleinen Plausch: „Na, seid ihr wieder fleißig?“, bekommen die beiden zu hören. Die WarnowPflege lebt nach dem Konzept „So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe und Pflege wie nötig!“. Das Helfen sehen die beiden Bewohner als selbstverständlich an. „Wir sind ein eingespieltes Team. Das ist hier ganz schnell erledigt“, sagt Christel Reipa.

Vor dem Mittag warten allerdings noch einige Beschäftigungen auf die Bewohner. Neben dem monatlichen Frisörbesuch oder privaten Unterhaltungen, kommen auch einige Angehörige in die WarnowPflege, um einen Spaziergang mit ihren Eltern oder Großeltern zu machen. Aber auch die Betreuer haben einiges für die Bewohner vorbereitet. Betreuerin Simone freut sich auf die wöchentliche Bingo-Partie und hat dafür jede Menge im Gepäck. Selbstgedruckte Bingoscheine, Stifte und natürlich die Bingomaschine dürfen nicht fehlen. Alle Bewohner sind bereits voller Vorfreude auf die großen Gewinne – denn bei einem kleinen oder großen Bingo dürfen die Gewinner in den bunten Korb mit den begehrten Süßigkeiten greifen. Das will sich niemand entgehen lassen und so fiebern alle auf die richtigen Zahlen hin. Bewohner Josef Vritschan darf das Mischen und Drehen übernehmen. „Mindestens 40 Mal wird gemischt, sonst fangen wir gar nicht erst an“, sagt er. Nach der zweiten Spielrunde, haben alle Bewohner mindestens einen Bingo und dürfen sich über die kleinen Aufmerksamkeiten freuen.

Nach den Beschäftigungen am Vormittag, steht das Mittag schon bereit. Auf jeder Hausgemeinschaft gibt es ein anderes Gericht. Mag ein Bewohner das Gericht auf seiner Hausgemeinschaft nicht, darf er sich gern bei einer anderen bedienen.  Der Nachmittag ist für viele eine gute Zeit, um einen Mittagsschlaf zu machen. Andere freuen sich auf die vielen anderen Beschäftigungen, wie den Gottesdienst, die täglichen Brettspiele, das gemeinsame Singen und natürlich die Besuche der Verwandten, die jeder Zeit und ohne Anmeldung willkommen sind. Auch das Abendessen wird gemeinsam eingenommen - so wie es eine Familie eben macht. So sieht es auch Pflegekraft Sandra. „Meine Familie zieht mich schon auf, weil ich die Bewohner ’meine kleine zweite Familie’ nenne“, sagt sie. „Man kennt dort einfach jeden, seine Vorlieben und seine Geschichte.Wir sehen uns jeden Tag, machen Späße. Das macht unsere Arbeit doch so schön.“

 

 

 

Betreuerin Simone, Josef Vritschan und Christel Reibt beim wöchentlichen Bingospielen. Foto: maxpress/cg

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