Internationaler Tag der Pflege

Zukünftig mehr investieren für den Job mit Zukunft

Bützow - Der Tag der Pflege ist ein international ausgerufener Tag zu Ehren der britischen Krankenschwester Florence Nightingale, die am 12. Mai 1820 in Florenz als Tochter von wohlhabenden Eltern geboren wurde. Sie beschloss, gegen den Willen ihrer Eltern, als Krankenschwester zu arbeiten und den Armen und Kranken zu helfen und gilt somit als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege. Der 12. Mai wird deshalb jedes Jahr den Pflegekräften gewidmet, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Doch trotz der hohen Bedeutung des Berufes, sind noch immer Stellen in vielen Pflegeeinrichtungen unbesetzt, so auch in der WarnowPflege.

„Ich denke, der Beruf wird durch die Gesellschaft in ein schlechtes Licht gerückt“, erzählt Susanne Lübstorf, Pflegedienstleitung der WarnowPflege Bützow. „In der Pflege zu arbeiten, heißt viel mehr als Menschen zu pflegen. Zu unseren täglichen Aufgaben gehören vor allem auch das Miteinander, die Koordination und die medizinischen Hintergründe, die sehr vielseitig sind.“ Trotzdem müssen die Bedingungen für Arbeitskräfte attraktiver gestaltet werden.

Die WarnowPflege feierte in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum und das mit gleich zwölf Mitarbeitern, die schon seit Beginn an für das Pflegeheim tätig sind. Durch die Unterstützung diverser Therapien, Freizeitangebote und durch das besondere Konzept der WarnowPflege, wird die Pflegeeinrichtung zu einem Zuhause für die Bewohner, was auch die Arbeit der Pflegekräfte erleichtert. „Die Ausbildung hier ist sehr vielseitig und mit vielen Möglichkeiten verbunden. Die Arbeit mit den älteren Bewohnern macht mir zudem sehr viel Spaß. Man spürt die Dankbarkeit der Bewohner und erfährt einiges über sie und ihre Lebensgeschichte“, sagt Jessica Wittenburg, Auszubildende in der WarnowPflege. 

Die Menschen werden immer älter und sind irgendwann mehr oder weniger auf Hilfe angewiesen. Damit steigt zugleich der Bedarf nach gut ausgebildeten Pflegekräften, in die investiert werden muss. „Sehr wichtig ist natürlich die Bereitschaft mit alten und zum Teil kranken Menschen zu arbeiten. Ohne Empathie und Einfühlungsvermögen wird man es in diesem Beruf zudem sehr schwer haben“, so Verwaltungsleiterin Jennifer Fox. Alle Pflegekräfte und Betreuer der WarnowPflege zeichnen sich aber vor allem durch eines aus, erzählt Jennifer Fox: „Wir sind nicht nur für die Pflege der Bewohner da, für die Visiten, das Tabletten stellen oder die Terminvereinbarungen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unseren Bewohnern einen schönen Lebensabend zu bereiten.“ Viele Bewohner leben Jahrzehnte in ihren Häusern und Wohnungen. Die Umstellung in ein neues Zuhause muss also sorgfältig geplant werden.

Diese Sorgfalt und ein hohes Engagement zeichnen alle Pflegekräfte aus, die tagtäglich für Menschen arbeiten, die schon ihren Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben. „Ich bin sehr glücklich über meine Berufswahl. Wir arbeiten hier abwechslungsreich, haben Kontakt zu vielen interessanten Menschen und man lernt ständig dazu. Es ist ein Beruf, mit dem man wächst“, so Pflegedienstleiterin Susanne Lübstorf.

 

 

 

 

 

Die Schwestern Alice und Lydia verbringen auch im hohen Alter ihre Zeit zusammen. Foto: maxpress/cg

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